Thomas Karaoglan bei ‘Die Alm’

Der Checker, Foto: cityshake_flickr
Wer dachte, dass das Niveau unserer Fernsehlandschaft mit dem „Dschungelcamp“ seinen Tiefpunkt erreicht hat, der irrte. Frei nach dem Motto: Schlimmer geht immer, schickt der Privatsender Pro7 die G-Prominenz dieses Landes in eine Almhütte auf 1600 Metern Höhe irgendwo in den Alpen. Das „G“ vor der Prominenz steht in diesem Kontext übrigens für gescheitert, geldlos und ganz ganz unten angekommen. Einer der Bewohner der Almhütte ist Thomas Karaoglan, ein 18-jähriger Junge, der sich sein Recht auf nationales Nerven bei Dieter Bohlens Schmierentheater „DSDS“ erworben hat. Es ist nicht so, dass er ein begnadeter Sänger ist oder gar gewonnen hätte. Er war einfach da, hat es irgendwie in die Finalshows geschafft und sich dort als „Checker“ einen Namen gemacht, da er seine kleinen, postpubertären Finger nicht von irgendwelchen Mitstreiterinnen lassen konnte. Leider hat er als Musiker auch nach der Show keinen Erfolg, so folgten mittelmäßige Auftritte bei RTLs „Let’s Dance“ und nun eben auf der Alm.
Dort fällt der Checker natürlich als kleiner Pseudo-Bad-Boy auf und macht durch Sprüche, die nur noch von der Eloquenz der Moderatoren unterboten werden, auf sich aufmerksam. „Er mag gerne Scheiße fressen. Er nimmt ja immer die Scheiße und leckt sie ab oder was weiß ich“.
Er startete als eine Art Buh-Mann in der Gruppe, da er sich anfangs für die Hausarbeit zu Schade war, nun aber legte er seine Faulheit ab, setzt sich für die Gruppe ein und ist jetzt stolzes vollwertiges Mitglied der, der Bildungsunterschicht zuordenbaren, Almhüttenbewohner. Herzlichen Glückwunsch Thomas, oder Checker. Offen bleibt die Frage, ob der Checker checkt was hier geschrieben steht. Stelle ich mir den Jungen beim Lesen diese Textes vor, so sehe ich ihn mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf. Nur an der Stelle des angeführten Zitats von ihm ziert ein Lächeln sein jüngliches Gesicht. Immerhinn, denn 60.000 Menschen in Deutschland können nicht einmal lesen.
